Nitrate, polyatomare Ionen, und Phosphate, polyatomare Anionen, sind zwei starke Eutrophierer (ein Prozess, bei dem sich Nährstoffe – in diesem Fall Schadstoffe – in einem Milieu anreichern) für dein Riffaquarium. Nitrate entstehen in der Endphase des Stickstoffkreislaufs (aus der Nitrifikation von Stickstoff). Phosphate hingegen sind chemische Verbindungen aus „Phosphor“- und „Sauerstoff“-Ionen (Po4), die in nahezu allen lebenden Meeresorganismen vorkommen. Sie werden daher hauptsächlich als biologische Abfälle von den Bewohnern deines Beckens ausgeschieden.

Nitrate (No3)

Phosphate (Po4)
Woher kommen sie?
Wie im obigen Abschnitt erklärt, können die Eintragsquellen für Nitrate und Phosphate in deinem Riffaquarium zahlreich sein. Hier ist eine Liste guter Praktiken, um die No3/Po4-Werte in deinem Becken zu senken.
- Stell sicher, dass du hochwertiges Osmosewasser verwendest. Zögere nicht, die No3/Po4-Werte deines Osmosewassers direkt zu testen. Tipp: Teste auch den Silikatgehalt. Ist er zu hoch konzentriert, kann Silikat das Auftreten unerwünschter Algen begünstigen.
- Wechsle alle zwei Wochen etwa 10 % des Wassers. Wasserwechsel sind sehr wichtig, weil sie deinem Becken helfen, ausgewogene Werte grundlegender Elemente (Kalzium/Magnesium/Karbonate …) zu halten und gleichzeitig Nitrate und Phosphate zu reduzieren.
- Reinige deine Filtermedien regelmäßig. Filterwatte und andere Filtermedien sind sehr gute Mittel, um Partikel und Abfälle aus dem Wasser zu entfernen. Allerdings darfst du nicht vergessen, sie regelmäßig zu reinigen und zu wechseln, da sie echte „Nester“ für Nitrate und Phosphate sind. Die empfohlene Reinigungsfrequenz für Filterwatte liegt bei etwa 12 Tagen; ideal ist es, sie je nach Marke und Qualität nach jedem 3./4. Reinigen zu ersetzen.
- Installiere einen zu deinem Becken passenden Abschäumer. Auch wenn manche Riffaquarianer, die sogenannte alternative Methoden nutzen, keine Fans von Abschäumern sind, wird die Installation dennoch dringend empfohlen – besonders, wenn die No3/Po4-Werte deines Riffaquariums über den Empfehlungen liegen. Eine ausreichend starke Abschäumung hilft dir, organische Stoffe zu entfernen, bevor sie in den Stickstoffkreislauf gelangen, der zur Nitratproduktion führt. Tipp: Verlass dich nicht auf die Herstellerangaben zum Abschäumvolumen; informiere dich vorher gut, um einen hochwertigen Abschäumer zu wählen.
- Passe das Futter an deinen Besatz an. Eine der Hauptursachen für zu hohe Nitrat- und Phosphatwerte ist das Futter. Es ist entscheidend, hochwertiges Futter zu wählen und dein Becken nicht zu „überfüttern“. Greif lieber zu frischem und gefrorenem Futter statt zu Flockenfutter. Pellets sind ein guter Kompromiss für Aquarianer, die wenig Zeit haben. Es wird empfohlen, Fische und Krebstiere in mehreren kleinen Portionen zu füttern, damit das Futter nicht auf dem Bodengrund oder in der Filterung landet.
- Sorge für ausreichend Strömung in deinem Aquarium. Die Strömung in einem Riffaquarium ist sehr wichtig und darf keinesfalls vernachlässigt werden. Empfohlen wird eine Umwälzung von 30- bis 40-mal dem Beckenvolumen pro Stunde. Achte darauf, die Strömung in allen Bereichen deines Aquariums gut zu verteilen.
- Pflege deinen Sand richtig. Wenn du Sand im Aquarium hast, ist es wichtig, ihn regelmäßig aufzuwirbeln und zu bewegen, damit er nicht zu viele organische Stoffe bindet. Dafür empfiehlt es sich, Detritusfresser einzusetzen, z. B. Sandschnecken „Nassarius“ oder einen Sandseeigel „clypeaster“.
Zu viele Nitrate und Phosphate im Aquarium? Welche Risiken gibt es?
Der Nitratwert in einem Riffaquarium sollte idealerweise zwischen 2 mg/l und 15 mg/l liegen und der Phosphatwert – je nach Besatz und Korallenart – zwischen 0,01 mg/l und 0,10 mg/l.
Nitrat- und Phosphatwerte über den oben empfohlenen Bereichen können negative Folgen für dein Riffaquarium und seine Bewohner haben. Hier sind die vier häufigsten Probleme, wenn No3- und Po4-Werte zu hoch sind:
- Auftreten und Ausbreitung unerwünschter Algen. Nitrate sind in der Riffaquaristik eine hervorragende Nährstoffquelle für Algen. Eine Konzentration über den Empfehlungen führt zu einer Überversorgung unerwünschter Algen und damit zu schnellem Wachstum. Sind sie einmal in einem Riffaquarium mit hohem Nitratwert vorhanden, werden sie sehr schnell belastend – das nennt man dann „Proliferation“.
- Verlangsamtes Korallenwachstum. Ein zu hoher No3/Po4-Wert fördert die Ausbreitung von Zooxanthellen, einer einzelligen Alge, die bei hoher Konzentration das Korallenwachstum verringert. Denn eine zu starke Entwicklung der Zooxanthellen hemmt die Kalzifizierung der Korallen und entzieht ihnen anorganischen Kohlenstoff, der für ihre Entwicklung notwendig ist.
- Entfärbung, Ausbleichen und Nekrose der Korallen. Auch wenn manche Weichkorallen relativ hohe No3/Po4-Werte tolerieren, gilt das nicht für alle. Einige Korallen, z. B. Kalkbildner, benötigen ein nitrat- und phosphatarmes Milieu. Die zwei größten Risiken sind Entfärbung und RTN. Die schnelle Gewebenekrose (RTN) ist eine hoch ansteckende Krankheit, bei der sich das Korallengewebe vom Korallenskelett löst.
- Beeinträchtigen das Immunsystem und die Gesundheit der Meeresbewohner. Einige Bewohner eines Riffaquariums, wie Wirbellose sowie SPS/LPS, haben eine sehr geringe Toleranz gegenüber Nitraten und Phosphaten. Sie können bereits bei kurz- bis mittelfristiger Exposition negativ beeinflusst werden. Zudem erleidet nahezu der gesamte Besatz eines Riffbeckens – einschließlich der Fische – schwere Folgen, wenn er langfristig hohen No3/Po4-Werten ausgesetzt ist. Das Hauptproblem bei Fischen ist physiologisch: Nitrate und Phosphate senken die Antikörperproduktion, schädigen die Nieren, beeinflussen die Blutzusammensetzung und beeinträchtigen außerdem die Osmoregulation (die Fähigkeit der Fische, ihre inneren Flüssigkeiten zu regulieren).
Wie entfernst du Nitrate und Phosphate aus deinem Riffaquarium?
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